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CDU-Fraktionschef Björn Thümler fordert den Netzbetreiber Amprion auf, den Niedersächsischen Landtag umfassend über die Planungen für die Stromtrasse A-Nord zu informieren. „Amprion sollte aus den Erfahrungen von Tennet lernen und von Anfang an mehr Transparenz zeigen. Der Netzbetreiber sollte neben den betroffenen Kommunen auch mit den Bürgern direkt sprechen“, so Thümler. Nur so sei eine Akzeptanz der Stromtrassen zu gewährleisten.

Vergangene Woche hatte Amprion die Pläne für die westlichste der drei geplanten Nord-Süd-Stromtrassen vorgestellt. 20 bis 40 Kilometer breite Untersuchungsräume wurden bereits für die zukünftigen Korridore der Trasse von Emden bis Osterath bei Düsseldorf definiert. Da Amprion die Stromtrasse an Naturschutz- und Baugebieten vorbeigeplant hat, müssen vor allem landwirtschaftliche Flächen genutzt werden. Der niedersächsische Bauernverband hatte bereits hinsichtlich eines möglichen Wertverlustes der vom Leitungsbau betroffenen Grundstücke Bedenken geäußert. Thümler betont: „Grundstückseigentümer und Landwirte müssen eine gerechte Entschädigung erhalten.“ Der CDU-Fraktionschef erneuert daher seine Forderung nach einer sofortigen und umfangreichen Modernisierung des Entschädigungsrechts. Bereits 2014 hatte die CDU-Fraktion einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorgelegt, der anstatt einer einmaligen Entschädigung jährliche Entschädigungszahlungen der Netzbetreiber an die Betroffenen vorsieht. SPD und Grüne hatten diesen kategorisch abgelehnt.

Ein Kommentar zu “Amprion soll Landtag über Stromtrasse A-Nord informieren – Bürger-Dialog für Akzeptanz der Trasse notwendig”