Bildunterschrift

Zukunftsforum berät Thesenpapier Wissenschaft für das Grundsatzprogramm HANNOVER. Die niedersächsische CDU will mit dem Ausbau von Bund-Länder-finanzierten Forschungseinrichtungen, der Zusammenarbeit niedersächsischer Hochschulen mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen und mit dem Aufbau von Wissenschaftsverbünden Niedersachsens Hochschullandschaft stärken. Dies ist ein Ergebnis des Zukunftsforums Wissenschaft. „Die Wissenschaftsinfrastruktur ist ein entscheidender Faktor für die Zukunftsfähigkeit unseres rohstoffarmen Landes. Wir stehen im nationalen und internationalen Wettbewerb. Unser Ziel ist es, die niedersächsische Wissenschaftslandschaft den sich verändernden gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anzupassen und sie damit modern und zukunftsfähig zu halten, erklärt Ulf Thiele, Generalsekretär der CDU in Niedersachsen. Die CDU strebe daher auch eine stärkere Profilbildung der Hochschulen an. „Exzellente Hochschulen brauchen klare Profile“, so Ulf Thiele. Dazu gehöre auch die Autonomie und Eigenverantwortung der Hochschulen zu bewahren und zu stärken. „Die CDU verteidigt die Freiheit von Wissenschaft und Forschung. Politische Einflussnahme und Eingriffe in die Hochschulautonomie lehnen wir entschieden ab“, erklärt Jörg Hillmer, Vorsitzender des CDU Landesfachausschusses Wissenschaft und Kultur. Die niedersächsische CDU setze sich außerdem für eine offene Hochschule und der damit verbundenen Durchlässigkeit zwischen Berufs- und Hochschulschulausbildung  ein, so Jörg Hillmer. In seinem Impulsreferat betonte Prof. Dr. Wolfgang-Uwe Friedrich: „Ein langer Atem und Risikobereitschaft sind ein wesentlicher Faktor für wissenschaftlichen Erfolg“. Dies sehe man besonders an der bemerkenswerten Leistung im Bereich der Gravitationswellenforschung. Allerdings würden solche Leuchttürme durch den massiven Sanierungsstau im Wissenschaftsbereich gefährdet: „Allein in Niedersachsen fehlen jährlich drei Milliarden Euro für die Sanierung der Hochschulen“, so Professor Friedrich weiter. Stephan Albani, Mitglied des Wissenschaftsausschusses des Bundestages erklärte dazu: „Den Sanierungsstau an unseren Universitäten können Bund und Land nur gemeinsam beheben. Allerdings lehnt sich die rot-grüne Landesregierung in Niedersachsen zurück und sieht den Bund als reiche amerikanische Erbtante, von der immer mehr Geld erwartet wird.“ Zur Verbesserung des Studiums und der Lehre wollen die Christdemokraten das duale Studium stärken, die berufsbegleitenden Studiengänge ausbauen und die vierte Säule des Bildungssystems, die Erwachsenen- und Weiterbildung forcieren.