Das Gespräch zwischen der Niedersächsischen Landesregierung und dem Aufsichtsratschef der Müller-Gruppe kommentiert der CDU-Landesvorsitzende und Spitzenkandidat der CDU in Niedersachsen, Dr. Bernd Althusmann, wie folgt:

„Das Ergebnis des Treffens zwischen Landesregierung und Müller-Managern ist sehr enttäuschend. Das haben die Mitarbeiter von Homann nicht verdient. Die Erklärungen des amtierenden Ministerpräsidenten wirken kraftlos und wenig zuversichtlich. Das Krisenmanagement der Regierung Weil ist wenig professionell und erinnert fatal an den Fall der Nordseewerke. Auch dort verkaufte sich Wirtschaftsminister Lies medienwirksam als vermeintlicher Retter in der Not und erreichte am Ende nichts. Dass in Medien bereits seit April über Ausbaupläne für den Müller-Standort Leppersdorf berichtet wird (verkündet durch den dortigen SPD-Wirtschaftsstaatssekretär), erhärtet den Verdacht, dass in Sachsen bereits Fakten geschaffen werden, während man in Niedersachsen pflichtschuldig zu Krisengesprächen einlädt. Ein Anruf von Lies bei seinem sächsischen Amtskollegen hätte genügt, wenn man nur reden will. Es reicht eben nicht aus, auf die vorhandenen Vorteile der niedersächsischen Homann-Standorte hinzuweisen, sondern die Standortattraktivität mit einem klaren Angebot Niedersachsens zu untermauern. Ich erwarte von der Landesregierung aktives Handeln zugunsten der Arbeitnehmer in Dissen und Bad Essen. Wirtschaftspolitik erfordert mehr als ein Schulterzucken. Der amtierende Ministerpräsident und seine Landesregierung sind in der Verantwortung, mit gezielter Wirtschafsförderung Arbeitsplätze in Niedersachsen zu halten. Alle Register unserer Förderinstrumente müssen gezogen werden und hätten womöglich früher gezogen werden müssen.“