GYHUM. Die CDU in Niedersachen hat am Freitag mit über 130 Mitgliedern und Interessierten auf dem Hof von Hammerstein im Landkreis Rotenburg (Wümme) über die Zukunft von Niedersachsens Landwirtschaft diskutiert. Dr. Maria Flachsbarth MdB, Parlamentarische Staatssekretärin beim Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft,  Carl-Albrecht Bartmer, Präsident der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) und Helmut Dammann-Tamke MdL, Vorsitzender des Landesfachausschuss der CDU in Niedersachsen und agrarpolitischer Sprecher der CDU-Landtagsfraktion im niedersächsischen Landtag, standen als Diskussionspartner zur Verfügung. Die Veranstaltung war Teil der Debatte der niedersächsischen CDU für ein neues Grundsatzprogramm.

„Die CDU in Niedersachsen erkennt die Selbständigkeit und die damit verbundene Kultur der Eigenverantwortung unserer Landwirte ausdrücklich an. Die bäuerlichen Familienbetriebe prägen seit Jahrhunderten unsere Landwirtschaft. Sie haben eine bedeutende gesellschaftliche und wirtschaftliche Rolle in unserer niedersächsischen Heimat“, erklärte Generalsekretär Ulf Thiele.

Helmut Dammann-Tamke stellt fest, dass der bäuerliche Familienbetrieb in Niedersachsen das Rückgrat der Landwirtschaft ist. Zukunftsfähige Landwirtschaft müsse sich im internationalen Wettbewerb einem stetigen Wandel stellen. Dazu sagte Helmut Dammann-Tamke: „Von besonderer Bedeutung ist dabei die Nutzung von Innovationen – insbesondere bei der Züchtung von Pflanzen, beim modernen Pflanzenschutz und in der Landmaschinentechnik.“

In einem Thesenpapier, dass der Landesfachausschuss Landwirtschaft der Partei erarbeitet hat und das der Diskussion zu Grunde lag, bekennt sich die CDU in Niedersachsen „auch in der Landwirtschaft zur Sozialen Marktwirtschaft, zum Eigentum an Grund und Boden, zum Wettbewerb, zum freien Unternehmertum und zu einer gesunden Eigentumsverteilung.“  Die Landwirtschaft als Teil des Mittelstandes habe eine große Bedeutung für eine moderne Industriegesellschaft und deren Lebens- und Erholungsbedürfnisse. „Da wo investiert wird, da wo Wertschöpfung geschaffen wird, wird auch eine besonders wertvolle Kulturlandschaft geschaffen. Die Landwirte in Niedersachsen haben die Chance der Moderne genutzt und ihre Höfe leistungsfähig und nachhaltig gemacht“, merkt Carl-Albert Bartmer von der DLG dazu an.

„Wir müssen die Landwirtschaft im Einklang mit den hohen Ansprüchen der Verbraucher und den Weltmärkten weiterentwickeln. Dies nicht gegen, sondern im Konsens mit unseren Landwirten“, stellte Staatssekretärin Maria Flachsbarth fest.

Die in Niedersachsen produzierten Lebensmittel sind im internationalen Vergleich qualitativ hochwertig und sicher. Die gesetzlichen Vorgaben, die Sachkunde und Fachkenntnis der niedersächsischen Landwirte und der Verarbeiter gewährleisteten eine hohe Qualität, wie die CDU in Niedersachsen in ihrem Thesenpapier feststellt.

Die CDU in Niedersachsen setzt sich, so Helmut Damman-Tamke, für eine umfassende Transparenz bei der Herstellung von Lebensmitteln innerhalb der gesamten Produktionskette ein. Jeder einzelne Schritt vom Acker oder aus dem Stall auf den Teller müsse nachvollziehbar sein. Jeder Konsument solle Zugang zu bezahlbaren, gesunden und ethisch anständig hergestellten Produkten haben, egal ob pflanzlicher oder tierischer Herkunft. Aber was am Ende auf den Teller kommt, bleibe in der Entscheidung des Konsumenten. Für die CDU in Niedersachsen ist Ernährung Privatsache.

„Wir haben den Ehrgeiz nicht nur den Landwirten sondern auch den Verbrauchern ein umfassendes Angebot in der Landwirtschaftspolitik zu machen. Dazu ist das Thesenpapier, dass in das neue Grundsatzprogramm einfließt, die Grundlage“, erklärt Helmut Dammann-Tamke abschließend.

Die Mitglieder der CDU in Niedersachsen haben weiterhin die Möglichkeit das Thesenpapier online zu diskutieren und Vorschläge zu machen.

Das im Zukunftsforum diskutierte Thesenpapier finden Sie hier:

www.cdu-niedersachsen.de/sites/default/files/dokumente/ZukunftsForum/Thesenpapier-Landwirtschaft.pdf