Schulklasse während des Unterrichts
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Gute Bildung schafft Chancen für alle

Die CDU in Niedersachsen sieht eine qualitativ hochwertige Bildung, Ausbildung und Erziehung als Schlüssel für die kulturelle, wirtschaftliche und soziale Entwicklung unseres Landes. Wir stehen für eine umfassende Bildung und Wertevermittlung. Gute Bildung fördert Talente und Begabungen. Sie bietet jedem Einzelnen die Chance auf Teilhabe, berufliche Perspektiven und Aufstieg. Bildung schafft Chancen für alle. Lebenslanges Lernen beginnt früh und endet nie.

Alle Menschen in Niedersachsen haben das Recht auf ein qualitativ hochwertiges Bildungsangebot. Jeder ist aber auch aufgefordert, dieses Angebot zu nutzen. Bildung ist nicht nur eine Bringschuld des Staates.

Lernschwache Schüler bedürfen einer besonderen Unterstützung – auch außerhalb des Unterrichtes. Gleichzeitig muss das Potenzial Hochbegabter besser erkannt werden, um sie gezielt zu fördern und zu fordern.

Bildung und Erziehung finden im Zusammenspiel von Elternhaus, Schule, Lehrkräften, Schülern und der Gesellschaft statt. Die Verantwortung für die Erziehung und die Bildungslaufbahn von Kindern liegt in erster Linie bei ihren Eltern. Die Politik muss für die allgemeine und berufliche Bildung die richtigen Rahmenbedingungen setzen.

Viele Entscheidungen können am besten vor Ort gefällt werden. Deshalb müssen die Schulen möglichst viel Eigenverantwortung haben. Die CDU steht für eine verlässliche Aufgabenteilung zwischen Land und Kommunen: Um allen Kindern und Jugendlichen gleiche Bildungschancen zu eröffnen, ist das Land flächendeckend verantwortlich für das pädagogische Personal, einschließlich der Schulsozialarbeit, und eine funktionierende Schulverwaltung. Die Kommunen halten als Schulträger das öffentliche wohnortnahe Schulangebot und die erforderlichen Schulanlagen mit ihrer materiellen Ausstattung vor.

Schule spielt sich nicht nur im Klassenraum ab. Die CDU in Niedersachsen spricht sich für die Zusammenarbeit von Schulen mit verschiedenen Einrichtungen und Partnern aus.

Vielfalt statt Einfalt

Jeder Mensch ist anders, lernt anders, hat unterschiedliche Fähigkeiten, Talente und Interessen. Deshalb brauchen wir ein differenziertes und vielfältiges und kein einförmiges Bildungsangebot.

Übergänge zwischen den Bildungswegen und Schulformen müssen jederzeit möglich sein. Das differenzierte Schulsystem bietet zahlreiche Übergangs- und Aufstiegsmöglichkeiten. Der Hochschulzugang muss auch ohne Abitur möglich sein, wenn Bewerber gleichwertige andere Qualifikationen mitbringen.

Schulen in kirchlicher und freier Trägerschaft sind ein wichtiger Teil der Schullandschaft. Sie haben Anspruch auf eine bedarfsgerechte Finanzausstattung. Diese muss regelmäßig an die neuen Herausforderungen angepasst werden.

Da Ganztagsangebote das Bildungssystem für die Kinder und Jugendlichen sowie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern, will sie die CDU in Niedersachsen an allen Schulen einführen. Kinder und Jugendliche brauchen aber auch Freiraum für Familie, Freunde und Freizeit. Die Teilnahme an den Ganztagsangeboten ist deshalb freiwillig. Die Ganztagsangebote sollen ehrenamtliche Vereins- und Verbandsarbeit in ihre Arbeit einbeziehen.

Gute Bildung und Erziehung gelingen nur mit gut ausgebildeten und engagierten Schulleitungen, Lehrkräften und Erziehern. Ihre Arbeit verdient Wertschätzung, Anerkennung und eine angemessene Entlohnung. Sie müssen sich auf ihre pädagogischen Aufgaben konzentrieren können und von Verwaltungsaufgaben entlastet werden.

Die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Lehrkräfte muss qualitativ hochwertig und verpflichtend sein sowie den Erfordernissen des gegliederten Schulwesens entsprechen. Die Einheitslehrerausbildung lehnen wir ab. Das Studienangebot soll Querschnittsthemen wie inklusive Bildung, interkulturelle Angebote, mehrsprachiger Unterricht, gesundheitliche Elementarerziehung sowie Medienkompetenz aufnehmen. Praxisanteile müssen von Beginn an zum Lehramtsstudium dazugehören. Die fachliche und die pädagogische Ausbildung sind gleichermaßen wichtig.

Die CDU in Niedersachsen besteht darauf, dass jedes Bundesland die Rahmenbedingungen von Bildung eigenverantwortlich gestalten kann. Familien darf aber bei einem Schulwechsel durch den Wechsel des Wohnortes kein Nachteil entstehen. Um den Wettbewerb für alle transparent und vergleichbar zu gestalten, muss es einen bundeseinheitlichen qualitativ hochwertigen Standard für schulische Abschlüsse geben.

Bildung ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Daher müssen Bund und Länder kooperieren und Bildungsprojekte gemeinsam finanzieren können.

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Unsere Positionen finden Sie ausführlicher in unserem Grundsatzprogramm.

Zukunftsprogramm der CDU in Niedersachsen - 457.94 KB