Gesundheit und Pflege sicherstellen ist ein Kernanliegen der CDU in Niedersachsen
(Bild: © Alexander Raths - Fotolia)

Für stabile Sozial-, Gesundheits- und Pflegesysteme

Die CDU steht für ein soziales Niedersachsen, in dem alle Menschen selbstbestimmt am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.

  • Wir wollen, dass Familien wohnortnah vielfältige, familienunterstützende Angebote erhalten, die ihren Bedürfnissen und Bedarfen gerecht werden.
  • Wir wollen ein Gesetz zur gleichberechtigten Teilhabe von Menschen mit Behinderungen verabschieden und den niedersächsischen Aktionsplan Inklusion fortentwickeln.
  • Wir wollen Werkstätten für Menschen mit Behinderung (WfbM) im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention weiterentwickeln.

Alle müssen am medizinischen Fortschritt teilhaben und Zugang zu Spitzenmedizin haben.

  • Wir werden ein landesweites Konzept „Gesundheitsversorgung 2030“ zur Sicherstellung der medizinischen und pflegerischen Versorgung entwickeln.
  • Wir werden ein digitales Versorgungssystem aufbauen, bei dem medizinisches Fachpersonal Hausbesuche erledigt und elementare Gesundheitsdaten erhebt und zur Kontrolle an die Hausärztinnen und -ärzte übermittelt.
  • Wir werden den Investitionsstau bei den Krankenhäusern in Niedersachsen abbauen und neuen verhindern. Daher werden wir das Fördervolumen des Landes für die Einzelförderung von Krankenhäusern von 120 auf 200 Mio. Euro pro Jahr erhöhen. Zu diesem Zweck werden wir einen Krankenhausfinanzierungsfonds schaffen.
  • Mit einem Landesprogramm Krankenhaushygiene werden wir die Entwicklung neuer Ansätze zur Eindämmung von MRSA-Keimen unterstützen.
  • Wir befürworten eine Entscheidungspflicht zur Option der Organspende. Jeder muss frei entscheiden können, ob er Spender sein möchte.
  • Wir bekennen uns zu den Standorten der niedersächsischen Hochschulmedizin. Bis die zugesagten Investitionen an den Universitätskliniken in Hannover und Göttingen umgesetzt sind, werden wir mit ihnen Konzepte für die Übergangszeit entwickeln.
  • Durch einen flächendeckenden und länderübergreifenden Ausbau der Telemedizin entlasten wir das Gesundheitssystem.

Niedersachsen braucht überall eine gute ärztliche und pharmazeutische Versorgung.

  • Wir werden die Anzahl der Studienplätze im Fach Medizin ausbauen. Wir werden jungen Menschen unabhängig von den Anforderungen beim Numerus clausus die Möglichkeit zum Medizinstudium eröffnen. Gemeinsam mit den Hochschulen werden wir ein Konzept für die zeitgemäße Anpassung des Medizinstudiums entwickeln.
  • Wir werden ein Anreizprogramm für die Ansiedlung von Hausärzten im ländlichen Raum entwickeln.
  • Wir setzen uns für den Erhalt einer ausreichenden fachärztlichen Versorgung in der Fläche durch eine angemessene Finanzierung auch der kleinen Fachgebiete ein.
  • Wir werden die Hebammenversorgung in Krankenhäusern unter Berücksichtigung des Versorgungsbedarfs weiterentwickeln. Ebenso werden wir uns dafür einsetzen, dass der Gruppenversicherungsvertrag für Hebammen dauerhaft gesichert wird.
  • Neben der wohnortnahen ambulanten ärztlichen Versorgung ist eine verlässliche Versorgung mit Arzneimitteln und eine qualifizierte Beratung durch Apotheker vor Ort notwendig.

Pflege muss sich an den individuellen Bedürfnissen des Einzelnen ausrichten.

  • Wir wollen, dass alle Menschen, die der Pflege bedürfen, so lange wie möglich in ihrer häuslichen Umgebung leben können. Es gilt der Grundsatz „ambulant vor stationär“.
  • Wir wollen eine Verbesserung der Personalsituation erreichen – sowohl im stationären als auch im ambulanten Bereich. Dazu gehört die Anerkennung der tariflichen Bezahlung bei der Kalkulation der Entgelte für alle Pflegeleistungen.
  • Wir werden uns dafür einsetzen, dass mit tariflichen Maßnahmen der Leistungswettbewerb zwischen den Pflegeeinrichtungen so gestaltet wird, dass nicht der günstigste Preis, sondern die Qualität der Leistung im Fokus steht.
  • Wir werden die Pflegekammer in ihrer jetzigen Form auf den Prüfstand stellen. Zwangsmitgliedschaften und hohe Bußgelder bei Nichteintritt werden wir abschaffen.

Eine moderne Pflege benötigt qualifiziertes, motiviertes und ausreichendes Pflegepersonal.

  • Wir werden uns dafür einsetzen, dass es in der Pflege weniger Hektik, weniger Dokumentationspflichten und mehr Zeit für das menschliche Miteinander gibt.
  • Wir werden auch zukünftig häusliche Pflege ermöglichen. Zur Unterstützung der pflegenden Familienangehörigen werden wir den Ausbau der Angebote für Kurzzeit- und Verhinderungspflege unterstützen.
  • Wir werden eine Imagekampagne für Pflegeberufe starten, um mehr junge Frauen und Männer für diesen wichtigen Beruf zu gewinnen.

Wir werden mit einem beschleunigten Anerkennungsverfahren für ausländische Abschlüsse sowie mit Angeboten der Nachqualifizierung zu einem schnelleren Einsatz bereits ausgebildeter Fachkräfte kommen.