Bernd Althusmann (Foto: Chaperon)
Bernd Althusmann (Foto: Chaperon)

Nach der überraschenden Trennung des VW Konzerns von Vorstandsmitglied Christine Hohmann-Dennhardt, wurde jetzt bekannt, dass gegen den ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Martin Winterkorn wegen des Anfangsverdachts des Betrugs ermittelt wird. Die Staatskanzlei hatte zuvor die Fragen zum Wechsel im Vorstand in der heutigen Landespressekonferenz nicht beantwortet und auf die Unternehmenskommunikation des VW-Konzerns verwiesen. Der Vorsitzende der CDU in Niedersachsen, Dr. Bernd Althusmann:
„Dass die Staatskanzlei die Entscheidung der Trennung vom Vorstandsmitglied Hohmann-Dennhardt für nachvollziehbar erklärt, spricht Bände. Ausgerechnet die eigens für die Aufarbeitung der Abgasaffäre geholte Chefaufklärerin verlässt das Unternehmen aus ungeklärten Umständen nach nur einem Jahr im Amt. In der größten Unternehmenskrise geht der wichtigste Krisenmanager von Bord und der Ministerpräsident taucht ab. Wir müssen uns ernsthafte Sorgen um VW machen. Wo ist der amtierende Ministerpräsident des Landes Niedersachsen in der VW Krise? Der Ministerpräsident und sein Wirtschaftsminister wollen nicht erkennen, dass das Vertrauen in Volkswagen nur durch vollständige Offenheit, Transparenz und verlässliche Aufklärung wiederhergestellt werden kann. Die Zukunft der Arbeitsplätze muss im Vordergrund jeglicher Aktivitäten stehen. Ein Schweigen hilft hier nicht weiter. Die Niedersachsen erwarten zu Recht eine aktive Rolle des Ministerpräsidenten als Aufsichtsrat. Wir fordern: Der Ministerpräsident darf nicht weiter abtauchen. Er muss die Pflichten des Aufsichtsrates ernst nehmen. Bislang ist er ganz offensichtlich dabei, in dieser wichtigen Aufgabe in einem für Niedersachsen systemrelevanten Unternehmen, schlicht zu versagen. Das ist weder gut für die Mitarbeiter von VW, noch für den Konzern.“

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