Hannover. Um dem drohenden Ärztemangel in den ländlichen Gebieten Niedersachsens entgegenzuwirken, sollen Mediziner künftig mehr Anreize erhalten, sich in der Fläche niederzulassen. Zudem sollen die Länder einen größeren Spielraum bei der Umsetzung der medizinischen Versorgung erhalten. Das fordert ein entsprechender Entschließungsantrag der CDU- und FDP-Fraktionen, der heute im Niedersächsischen Landtag verabschiedet worden ist. „Wir unterstützen unsere Landesregierung dabei, eine flächendeckende Ärzteversorgung in Niedersachsen umzusetzen“, erklärte dazu der sozialpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, Norbert Böhlke, mit Blick auf das 2012 in Kraft tretende Bundesversorgungsgesetz. „Allein die Länder können bei der medizinischen Versorgung auf die verschiedenen Besonderheiten ihrer Regionen eingehen – dafür benötigen sie aber größere Gestaltungsmöglichkeiten vom Bund.“

Böhlke forderte, dass junge Mediziner früher als bisher an das Berufsbild des Hausarztes herangeführt werden sollten. Dafür müsste beispielsweise auch der Bereich ambulante Versorgung während ihrer Ausbildung intensiver als bisher behandelt werden. „Das Thema hausärztliche Versorgung findet während des Medizinstudiums nur unter ferner Liefen statt.“ Böhlke sagte: „Sich als Landarzt niederzulassen darf für angehende Mediziner kein Karriereknick darstellen, sondern muss eine echte berufliche Option sein.“

Um die Bereitschaft von Medizinern zu erhöhen, auf dem Land zu praktizieren, sollten schließlich auch die Bereiche der ambulanten und stationären Versorgung sowie der Pflege besser verzahnt werden. „Um als Arzt in der Fläche erfolgreich zu sein, sind Hausärzte darauf angewiesen mit Fachärzten und anderen Berufsgruppen noch enger und deutlicher zusammen zu arbeiten“, meinte Böhlke.

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