Einblick in Seele und Selbstverständnis der Landes-CDU. Seefried: Unser Anspruch war und bleibt stärkste Kraft zu sein.

Auf Einladung des amtierenden Generalsekretärs Kai Seefried, trafen sich die ehemaligen Generalsekretäre der CDU in Niedersachsen

* Dieter Haaßengier (Generalsekretär von 1968 – 1976 und von 1981 – 1982)

* Martin Biermann (Generalsekretär von 1985 – 1986)

* Hartwig Fischer (Generalsekretär von 1986 – 2002)

* David McAllister (Generalsekretär von 2002 – 2003)

* Friedrich Otto Ripke (Generalsekretär von 2003 – 2005)

* Ulf Thiele (Generalsekretär von 2005 – 2017)

in Drochtersen-Krautstrand an der Elbe. Gemeinsam wurde über die wichtigsten Stationen der niedersächsischen Landespolitik und über die jeweiligen Herausforderungen für die Generalsekretäre gesprochen. Sie boten einen besonderen Einblick in das Selbstverständnis, die Seele und die Geschichte der CDU und des Landes Niedersachsen. Erfolge und Niederlagen, Verwerfungen in den religiösen Lagern, aber auch der Aufbau einer Landesidentität – der Weg der CDU zu Niedersachsens größter Volkspartei dauerte etwas länger, als im Rest der Republik.

Dieter Haaßengier schilderte die Entwicklung der Landes-CDU von der Honoratioren-Partei zur Volkspartei. In seine Zeit fiel der Aufbau der CDU zur Volkspartei unter mit Wilfried Hasselmann, sowie die Wahl von Ernst Albrecht zum Ministerpräsidenten.

Martin Biermann verhinderte in seiner kurzen Amtszeit die drohende Wahlniederlage von der CDU 1986. Der oppositionelle SPD hatte gute Aussichten, die Landtagswahlen zu gewinnen, weil die CDU die Auswirkungen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl offenbar unterschätzte. Biermann drohte mit Rücktritt, wenn Wahlkampfstrategie nicht geänderte werde – Spitzenkandidat Ernst Albrecht lenke ein.

In Hartwig Fischers Amtszeit fiel der Gang in die Opposition und der Wechsel von Ernst Albrecht und Wilfried Hasselmann zu Josef Stock und später Christian Wulff. 2002 wechselte er in den Bundestag. Mit 16 Jahren ist er der am längsten amtierende Generalsekretär der CDU in Niedersachsen.

David McAllister erlebte den schönsten und den bittersten Wahlabend. 2002 organisierte er als Generalsekretär den Wahlkampf für Christian Wulff. Ein Erdrutschsieg brachte fast die absolute Mehrheit und die schwarz-gelbe Landesregierung konnte die Arbeit aufnehmen. Als Ministerpräsident und Landesvorsitzender bestritt er dann die Landtagswahl 2013, welche denkbar knapp verloren wurde.

In die Zeit von Friedrich Otto Ripke viel der Kauf der neuen Landesgeschäftsstelle und die Namensgebung Wilfried-Hassel-Haus. Darüber wurde durchaus kontrovers debattiert. Aber

letztlich war man sich einig, das Gebäude soll den Namen des CDU-Landesvorsitzenden tragen, dem die CDU maßgeblich den Aufstieg zur Volkspartei zu verdanken hat.

In Ulf Thieles Amtszeit fielen die erfolgreiche Wiederwahl von Christian Wulff und der schwarz-gelben Landesregierung, aber auch der Verlust der schwarz-gelben Mehrheit 2013 und damit verbunden, das Umstellen der Partei auf Oppositionsmodus.

„Es ist gut, dass wir heute wieder regieren. Aber unser Anspruch ist es ‚stärkste Kraft‘ zu sein“, hebt Kai Seefried abschließend hervor. „Die Erfolge der Großen Koalition in Hannover, dürfen nicht nur beim Ministerpräsidenten abgelagert werden. Die CDU ist Motor und Turbo dieser Regierung. Das zu transportieren ist auch die Aufgabe des Generalsekretärs“. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit sind die Mitgliederwerbung und die Parteireform. Dafür wurde das Programm ‚Meine CDU 2022‘ aufgestellt, mit dem Ziel die CDU in Niedersachsen zukunftsfest aufzustellen, um künftige Wahlen wieder erfolgreich zu bestreiten.

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