Mit seinem Vorstoß gegen Kinderlärm in Wohngebieten hat der Vorsitzende  der nordrhein-westfälischen Senioren-Union, Leonhard Kuckart, für Unmut und Empörung in der Bevölkerung , und auch im Mitgliederkreis der Senioren-Union, gesorgt. Der Vorsitzende der Senioren-Union der CDU in Niedersachsen Rainer Hajek zeigt sich befremdet von den Äußerungen Vorsitzenden Kuckarts, der auch Vizevorsitzender der Senioren-Union auf Bundesebene ist. „Kinderlärm ist wie Musik in meinen Ohren“ betonte Rainer Hajek „wo kämen wir denn hin, wenn wir Kinderlärm nicht mehr ertragen könnten oder wollten. Kinder sind unsere Zukunft. Darauf bauen wir. Wir wollen Kinder, wir wollen mehr Kinder. Kind sein ist nun mal mit Lärm verbunden. Wir brauchen in unserer Gesellschaft Kindertageseinrichtungen und natürlich auch Schulen die wohnortnah sind. Wir brauchen in unserer Gesellschaft auch neue Wohnformen für ältere Menschen, wie Z.B. Mehrgenerationenwohnhäuser oder Wohnquartiere, in denen alt und jung zusammenleben und sich wunderbar gegenseitig unterstützen können.  Hier kann  Kinderlärm als Freude empfunden werden. Hajek weiter: Es ist gut, dass Kinderlärm in der Nachbarschaft künftig – anders als Autolärm – generell kein Grund sein soll, vor Gericht dagegen anzugehen. Das sieht zumindest ein Entwurf des Bundesumweltministeriums zur Änderung des Immissionsschutzgesetzes vor. Der Bundesrat als Ländervertretung hatte im März vorigen Jahres eine gleichgerichtete Initiative gestartet. Anlass für die Neuregelung ist, dass Anwohner einige Male gegen Kindertagesstätten erfolgreich vor Gericht klagten.