Das Podium beim Zukunftsforum Ehrenamt
Das Podium beim Zukunftsforum Ehrenamt

CDU in Niedersachsen diskutiert über bürgerschaftliches Engagement

CELLE. „Unser gestriges Zukunftsforum Ehrenamt hat neben vielen guten Hinweisen drei klare Botschaften an die Politik und Gesellschaft definiert. Die ehrenamtlich Tätigen müssen von Bürokratie und Überregulierung entlastet werden, damit sie sich voll und ganz ihrem Engagement widmen können. Damit sie ihr Ehrenamt professionell ausüben können, müssen verlässliche und gut ausgebaute Aus- und Fortbildungsstrukturen für Führungskräfte in Vereinen und Verbänden vorgehalten werden“, erklärte Ulf Thiele, Generalsekretär der CDU in Niedersachsen. Ebenfalls seien die Schulen gefordert, „Lust auf freiwilliges Engagement zu wecken“, so Ulf Thiele. „Das Kultusministerium muss den Schulen die nötigen Freiräume lassen, damit die Kinder und Jugendlichen neben dem Unterricht und Ganztagsangeboten auch Zeit für erste Schritte ins Ehrenamt finden.“ 
„In Niedersachsen ist jeder dritte Bürger ehrenamtlich tätig. Damit sind wir bundesweit Spitze. Wir als CDU stehen darüber hinaus für eine Anerkennungskultur, die sich auch in steuerrechtlichen und sozialversicherungsrechtlichen Vorteilen für das Ehrenamt zeigt“, erläutert Adrian Mohr, Vorsitzender des Arbeitskreises Ehrenamt der niedersächsischen CDU.

Dr. h.c. Rudolf Seiters, Präsident des Roten Deutschen Kreuzes, erklärte in seinem Impulsvortrag, dass die Politik und die Gesellschaft die nötigen Rahmenbedingungen für das Ehrenamt schaffen müssen: „Der Staat darf das ehrenamtliche Engagement nicht mit Vorschriften und Regelungen überfrachten. Ehrenamt braucht die nötigen Freiräume“. Darüber hinaus müsse es für die ehrenamtlich Tätigen auch Anreize geben, ihr Engagement auszuführen. „Betriebe sollten ehrenamtliches Engagement durch unkomplizierte Freistellungen und Anerkennung des Ehrenamtes als berufliches Praktikum würdigen. Auch bei der Aufnahme eines Studiums sollte das ehrenamtliche Engagement Berücksichtigung finden.“

Das ehrenamtliche Engagement sei Garant für den Zusammenhalt der Gesellschaft, machte Rudolf Seiters deutlich. Der Präsident des Landesfeuerwehrverbandes, Karl-Heinz Banse, unterstrich in seinem Vortrag, dass die Rahmenbedingungen für das Ehrenamt stimmen müssen: „Im Bereich der Feuerwehren müssen die Mängel im Bereich der Aus- und Fortbildung beseitigt werden, es gibt zu wenig Schulungsplätze an unseren Feuerwehrschulen.“ Ehrenamtliche benötigten gesellschaftliche und politische Freiräume für Engagement. Die öffentlichen Arbeitgeber müssten dafür Vorbildfunktion übernehmen. „Um Anreize für freiwilliges Engagement zu setzen sollte der Staat über Vorteile wie freien Eintritt in Schwimmbäder, kostenloses Parken in den Gemeinden oder die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel zu vergünstigten Preisen nachdenken.“ Um dauerhaft den Führungskräftebedarf in Organisationen wie den Feuerwehren zu decken, sei auch darüber nachzudenken, ob man zu einer Mischform zwischen Ehrenamt und hauptberuflicher Tätigkeit kommt.

Das Zukunftsforum Ehrenamt war das 16. und zugleich letzte Zukunftsforum im Rahmen der Vorbereitung für das neue Grundsatzprogramm der CDU in Niedersachsen. Der CDU Landesvorstand wird am 22. April den Entwurf des neuen Grundsatzprogrammes beraten und als Antrag an den Landesparteitag am 13. August in Hildesheim beschließen. Die Gremien der Partei haben bis zur Sommerpause Gelegenheit, Änderungsanträge zu formulieren.

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CDU in Niedersachsen, Zukunftsforum Ehrenamt
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